Blogletter Oktober

Liebe Leserinnen und Leser  dieses Blogletters,

Sicher haben sich manche unter Ihnen schon gefragt: was ist eigentlich das Besondere bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung der Schilddrüse? Nun, der Nuklearmediziner verfügt über die Möglichkeit, jede Schilddrüsenerkrankung vollständig abzuklären und aufgrund dessen auch einen zielgerichteten Therapievorschlag zu machen. Dies gilt vor allem, wenn Knoten in der Schilddrüse vorliegen. Da in Deutschland immer noch Jodmangel herrscht, sind Knoten der Schilddrüse auch in der jüngeren Generation sehr häufig. Wenn ein Knoten der Schilddrüse diagnostiziert wurde (in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung) , ist es wichtig, zu wissen, ob es sich um einen heißen oder um einen kalten Knoten handelt.  Diese Unterscheidung ist nur durch eine Schilddrüsenszintigraphie an einem nuklearmedizinischen Untersuchungsgerät, der sogenannten Gammakamera, möglich, die idealerweise speziell für die Untersuchung der Schilddrüse konstruiert wurde. Die übereinstimmende Empfehlung der zuständigen Expertenkommissionen lautet, dass bei Schilddrüsenknoten ab einer Grösse von 1 cm eine Schilddrüsen-szintigraphie durchgeführt werden sollte. Häufig werde ich gefragt: was ist denn der Unterschied zwischen einem heißen und einem kalten Knoten? Antwort: die heißen Knoten sind immer gutartig, können jedoch bei überhöhter Jodzufuhr vermehrt Schilddrüsenhormone bilden, während die kalten Knoten nicht oder kaum mehr Schilddrüsenhormone produzieren und in manchen (eher seltenen) Fällen bösartig sind und dann (mit guten Chancen auf eine Heilung) operiert werden müssen. Wenn bei Ihnen noch nicht abgeklärte Schilddrüsenknoten diagnostiziert wurden, können Sie sich gerne unter Tel. 0821-151085 zu einer Schilddrüsenuntersuchung anmelden. Falls Sie gesetzlich krankenversichert sind, bringen Sie bitte einen auf das jeweilige Quartal ausgestellten Überweisungsschein eines Kassenarztes beliebiger Fachrichtung mit. (Dies ist für Privatpatienten nicht erforderlich).

Es grüßt Sie

Dr. Wolfgang Braun, Facharzt für Nuklearmedizin

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