Blogletter Januar/Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogletters,

Ich wünsche Ihnen ein gesundes, glückliches und friedvolles Jahr 2021!

2020 war ein besonderes Jahr. Ein Thema beherrschte die Medien, das Leben der Einzelnen und ihrer Familien, das Wirtschaftsleben und natürlich die Verantwortlichen in der Politik.

Mein ganz persönlicher Tipp: setzen Sie sich für dieses Jahr herausfordernde Ziele und richten Sie Ihre ganze Kraft auf deren Verwirklichung. Natürlich sollen auch die Muße, die Freizeit, die Entspannung, das Zusammensein mit der Familie und den Freunden zu ihrem Recht kommen. Arbeit und Erholung sollen in einem gesunden Gleichgewicht stehen. Der Mediziner Karl Menninger hat schon vor Jahrzehnten seine Gedanken hierzu unter dem Titel „Life as a Balance“, Leben in der Balance, in Buchform schriftlich niedergelegt. Er war damit ein Pionier. 

Heute ist der Begriff „Work-Life-Balance“ in aller Munde. Ein weltweit anerkannter endokriner Chirurg, Prof. Henning Dralle, dem ich sehr schätze und dem ich sehr viel verdanke hat vor einiger Zeit dieses Thema auf einer Ärztetagung angeschnitten. Prof. Dralle legte schon frühzeitig seinen fachlichen Schwerpunkt auf das medulläre Schilddrüsenkarzinom und ist mir damit zu einem wichtigen Vorbild geworden. 

Diese seltene Erkrankung der Schilddrüse, die auch familiär vorkommen kann und die früher gefürchtet war, hat durch die Einführung des sogenannten Calcitoninscreenings viel von ihrem Schrecken verloren. Dadurch ist es möglich geworden, durch einen Labortest, der in meiner Praxis seit vielen Jahren regelmäßig durchgeführt wird, diese Tumoren zu erkennen, solange sie noch klein sind und ausgeheilt werden können.

2020 war für mich in einer ganz speziellen Bedeutung ein besonderes Jahr: ich habe das 15jährige Jubiläum der Vorstellung meiner Ergebnisse des Calcitoninscreenings auf der Jahrestagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie in Hamburg gefeiert und war damit der Erste in Deutschland, der über den erfolgreichen Einsatz dieser Methode zum Nachweis des medullären Schilddrüsenkarzinoms öffentlich referierte. Die Zusammenfassung meines Vortrags wurde in der weltweit mit Aufmerksamkeit gelesenen Fachzeitschrift Langenbecks Archiv für Chirurgie abgedruckt.  

Durch das Calcitoninscreening ist die durchschnittliche Größe der Tumoren, die operiert werden, erheblich kleiner geworden, was mir Prof. Dralle auch in einem Gespräch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung seiner Resultate im World Journal of Surgery mitgeteilt hat (Darin sind auch Fälle enthalten, die von mir diagnostiziert worden waren). 

Wenn bei Ihnen ein Schilddrüsenknoten diagnostiziert wurde oder ein erhöhtes Calcitonin im Serum bestimmt wurde, melden Sie sich gerne in meiner Sprechstunde an unter Tel. 0821-151085.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und: bleiben Sie gesund!

Ihr

Dr. Wolfgang Braun, Facharzt für Nuklearmedizin, Augsburg

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